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Galapagos Tauchsafari

30.04.2017 - 16.05.2017

Lolita Morales bei den Hammerhaien

Wer einen langweiligen, chronologischen Reisebericht erwartet: ACHTUNG, bitte nicht weiterlesen!
Über die An-und-Ab-Reise findet ihr hier nichts, denn es ist einfach weit weg. Wie alle schönen und exotischen Reiseziele.

Es war einfach Hammer - Ein Natur-Traum, ein Märchen wie in Tausend und eine Nacht - nur viel Westlicher. Nämlich noch ca. 630 Seemeilen westlich von Ecuador (Südamerika).
Von St. Christobal, wo wir schlussendlich an Bord der Galapagos Master (Deep Blue) gehen, fahren wir 18 Stunden nach Darwin. Das Schaukeln auf dem Boot ist wieder mal herrlich. Kein Internet, kein Handy, null Empfang, keine sinnlose Ablenkung. Nur die Sonne, der Mond, das Meer und wir: Olga, Heinz, Evelyn, Janine, Barbel, Karin, Marcel, Gabriela, Susanne, Markus, Sandra, Oliver, Maryrose, Pascale, Patrik und Eva.
Nun ist schnell Abtauchen vom Panga (Schlauchboot mit dem wir zu den Tauchplätzen fahren) angesagt, sonst wird man von der Strömung „weggeblasen“. Wir sind ja schliesslich nicht zum Spass hier. Bis zu 4 Tauchgänge pro Tag am Darwin’s Arch und Wolf Island sind absolut geil mit hunderten von Hammerhaien, Schildkröten in Hülle und Fülle, Galapagoshaien, Makrelenschwärmen, Langusten, Seepferdchen, Muränen, Adlerrochen, Skorpionfischen, Seelöwen, die mit uns spielen wollen, 5 „falsche“ Orkas etc.
Es ist ganz einfach: Ready? 1,2,3 und „go“, runter auf den Grund, vorhanteln bis zum Riffabbruch, Luft raus, bequem machen zwischen den Felsen – Handschuhe nicht vergessen und gut schauen, dass man sich nicht versehentlich an einem Skorpionfisch festhält -  und dann einfach die vorüberziehenden Meeresschönheiten bestaunen und geniessen. Die Temperatur ist angenehm bei ca. 24oC.
Aber Abwechslung muss sein. Genug der lauwarmen Tauchgänge. Sobald wir in die Nähe von Ferdinanda kommen kriegen wir einen kleinen Kälteschock beim Abtauchen. Dafür ist praktisch keine Strömung. Kelpartiger Bewuchs - wie es sich für kalte Gewässer gehört – und Exoten wie Bullenkopfhai, den wir gesehen haben und Rotlippenfledermausfisch und Torpedorochen, die wir nicht gesehen haben. What shall’s (für die, welche des Englischen nicht so kundig sind: Was soll’s).
Bereits am nächsten Tag schwimmen wir mit den Meeresleguanen auf „Almwiesen“. Absolut schräg. Auf den Inseln drüber tummeln sich Pinguine, hunderte von Leguanen beim Aufwärmen in der Sonne und ein Planschbecken für oberherzige Galapagos Fur-Seals (Pelz-Robben), welche aber zum Unterschied zu den Seelöwen nicht so zum Spielen mit Menschen aufgelegt sind. Wir sind angekommen im Garten Eden!
Unsere Tauchguides Ruly und Maccaron(i) versprechen uns in Punta Vicente im Westen von Isabela Mola Mola Ramsayi. Na ja, Heiz hat dann MMM kreiert (= das Mola Mola Märli). Keiner glaubt wirklich dran und dann sehen wir doch tatsächlich insgesamt mindestens 6 dieser faszinierenden Meereskreaturen. Da wird einem trotz kalter Temperaturen warm ums Herz. Diese 2,5 x 3m grossen plattgedrückten „VW-Käfer“ mit unten und oben Riesenflossen kommen aus hunderten von Metern in der Tiefe – wo sie sich hauptsächlich von Quallen ernähren – herauf in ca. 30-35m um sich putzen zu lassen. Da muss man aufpassen, dass einem von Aufregung der Regulator nicht aus dem Maul fällt…
Nach diesem absoluten Highlight kommen nochmals 2 Destinationen: Mashall’s Cape und Cousin’s Rock, welche aber schon das Ende unserer Tauchsafari darstellen (sniff). Am 10. Mai gehen wir an Land und besuchen die Riesenschildkröten in den Highlands von Santa Cruz. Wir können Euch aufgrund dieser Erfahrung sagen, dass aus Sicht der Schildkröten die Arterhaltung nicht einfach ist. Warum wir das wissen? Lolita schweigt zu diesem Kapitel (könnt ihr im Wikipedia oder sonst wo im Internet nachlesen). Von dort aus fahren wir zum Darwin Center und treffen uns in Pta Ayora mit dem neuen Guide Pedro von der Millenium.
Die Landgänge, Dinghi-Fahrten und Schnorchel Ausflüge, welche sich abwechseln sind ebenso spannend wie die Tauchgänge. Das Programm genauso straff. Unsere Route führt uns in den Süden und Westen von Isabela, zu Ferdinandina, nach Santiago und schliesslich Santa Cruz.
Die Kraterlandschaften sind faszinierend und deren Schönheit wird noch betont durch die Opuntien – teilweise sogar blühend – und Lavakakteen, die direkt aus der lange erkalteten Lava wachsen. Ständige Begleiter in Küstennähe sind die wunderschön rot-gelb-blauen Krabben (sie heissen passenderweise „Sally Lightfoot“, weil sie leichtfüssig von einer Klippe zur anderen springen können).
Wir machen ausgedehnte Wanderungen und bestaunen Flora und Fauna. Obwohl wir brav auf den vorgesehenen Trails bleiben müssen wir aufpassen, dass wir nicht den Leguanen auf die Schwänze treten – so nahe kommen wir den Tieren gelegentlich.
Sie Seelöwen, die uns oft zum Schmunzeln bringen, verdienen hier ein eigenes Kapitel, genauso wie die herzigen Blaufusstölpel beim Brauttanz, die balzenden Fregattvögel, die Pinguine, die flugunfähigen Kormorane, die Leguane…
Aber bevor ich hier noch weiter ins Detail gehe und der Bericht überhaupt kein Ende mehr nimmt, würd ich sagen: „Schaut ihn Euch doch einfach selbst an den Garten Eden!“
In Dankbarkeit, dass es solche Plätze auf unserem Planeten noch gibt, herzlichst Eure

Lolita Morales
(Zwei Seelen wohnen ach! in meiner Brust)
20. Mail 2017
 

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