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Malediven 2019

20.04.2019 - 30.04.2019

Von Walhaien, Mantas und Adlerrochen

Reisebericht Tauchsafari auf der Mariana durch die zentralen Atolle der Malediven vom 21.04.2019-30.04.2019, durchgeführt von Tauchsport Käser und Dive and Travel 

Am Ostersonntagvormittag trafen sich 14 Taucherinnen und Taucher am Flughafen in Malé und wurden vom Gastgeber Jörg Aebi empfangen. Noch etwas übermüdet vom Flug und mit der Hitze kämpfend hiess es das Tauchschiff (maledivisch: Dhoni) „Schmutzli“ zu besteigen und los in Richtung Mariana. Auf der Mariana wurden wir von Rattana sowie der restlichen Crew herzlich empfangen und es wurde uns Kokosnusswasser direkt aus der Kokosnuss serviert. Nachdem die Zimmer bezogen wurden, gab es auch bereits ein leckeres Mittagessen und dann war auch schon der erste Tauchgang angesagt. 

In den darauffolgenden 9 Tagen führte uns die Tauchsafari durch das Male-, das Rashdoo-, das Nordari-,das Südari-, das Vaavu- und das Südmale-Atoll zurück nach Malé. Bereits bei den ersten Tauchgängen entdeckten wir zahlreiche Highlights wie graue Riffhaie, Weiss- und Schwarzspitzenriffhaie, Mantas, Adlerrochen, Stachelrochen, Schildkröten, Muränen, Fledermausfische, Clownfische, Oktopoden, Sepias, Kofferfische,… etc. sowie riesige Schwärme von Gelbstreifenschnappern und einmal sogar ein Wrack.  Das Tauchen durch all die Thilas und Kanäle bei manchmal recht starker Strömung hielt einige Herausforderungen parat, so dass der zuvor extra im Tauchsport K. (Name der Redaktion bekannt) gekaufte Strömungshaken oftmals zum Einsatz kam. Auch das Abwerfen der Strömungsboje will geübt sein. Aber bei einer derart erfahrenen Reisegruppe (in dieser Woche erreichten diverse Taucher Jubiläen wie 300., 400. oder sogar 2000. Tauchgang) war das überhaupt kein Problem und die sehr kompetente Crew des „Schmutzlis“ hat alle Taucher immer wieder eingesammelt. Die Navigation an den einzelnen Tauchplätzen gelang uns sehr gut nach dem immer sehr kompetenten Hightechbriefing von Jörg auf dem Bildschirm. Zwar war man sich nicht einig, welche Seite des Bildschirms heller war. Teilweise wurde das Briefing auch von Gastmoderatoren gemacht. Aber auch Jörg sagte mit der Zeit nur noch: “Ihr kännets ja, es Thila, wänn Strömig vo da chunnt, etc… jetzt gönd no go biisle und los“. 

Meine drei eindrücklichsten Erlebnisse im Wasser waren der Nachttauchgang mit den Mantas unter dem Boot. Das vom Scheinwerfer angelockte Plankton war ein reichhaltiges Festmahl für die Mantas, so dass sie fressend wilde Loopings zogen und schon mal einem Taucher in den Kopf "flogen" oder so viel Sand aufwirbelten, dass die Sicht mit der Zeit schon fast so wurde wie in den hiesigen Gewässern. Und dann heisst es immer, wir Taucher würden Dreck aufwirbeln, jaja… Ein weiteres „Hailight“ war der Walhai. Zwar wurde dieser von einigen bereits als „Godot“ verschrieen, da er die Taucher lange hat auf sich warten lassen. Mehr Glück hatten zur selben Zeit die aus gesundheitlichen Gründen tauchabstinenten Schnorchler. Sie konnten das majestätische Tier bereits bestaunen und mit ihm rumplanschen. Am zweiten Tag, kurz bevor wir planten das Südari-Atoll zu verlassen, klappte es dann aber doch noch und wir konnten schnorchelnd dem Walhai folgen. So ein schönes Tier… Später machten wir dann noch einen Sunsetdive, bei dem wir zahlreiche Ammenhaie und Stachelrochen bewundern konnten, das war der Wahnsinn. Die Ammenhaie kannten keine Scheu und wenn man nicht aufpasste, konnte es gut sein, dass beim Drehen des Kopfes ein Zusammenstoss mit einem Ammenhai erfolgte, aua… Fühlt sich übrigens an wie Schleifpapier.

Wir mussten uns den ganzen Tag um nichts kümmern, sobald die Glocke läutete und einen egal zu welcher Zeit aus dem Tiefschlaf riss, musste nur kurz überlegt werden, gibt es nun Essen oder ist der nächste Tauchgang angesagt, ganz nach dem Motto eat, sleep, dive.  Manche Teilnehmenden (Name der Redaktion bekannt) bekundeten etwas Mühe, die Glocke zu hören, so dass manchmal extra für sie noch geläutet wurde. Besonders erwähnenswert ist das immer extrem leckere Essen, meistens thailändisch, es gab aber auch mal ein Zürigschnätzlets mit Röschti oder einen Abend mit maledivischen Köstlichkeiten. Besonders toll war auch das Strandbarbecue auf einer unbewohnten Insel, bei welchem unsere Crew nicht nur mit extrem köstlichen Grilladen und Salaten aufwartete, sondern wir von aus Sand selbst gefertigtem Walhai, Manta, Adlerrochen sowie einer Miniaturausgabe der Mariana empfangen wurden. Unglaublich, was unsere Crew in nur einem Nachmittag zu Stande brachte. Wir können nur sagen, wow… Probleme gab es keine grösseren, ausser mal ein paar Druckausgleichprobleme oder ein verbrühtes Bein, welches mittlerweile auch mehr oder weniger wieder verheilt ist. Wer wollte, konnte am letzten Tag einen Ausflug nach Malé machen und dort eine erfrischende Glace sowie etwas Grosstadtflair geniessen. 

Die ganze Tauchsafari war einfach der Hammer. Wir wurden rundum verwöhnt von unserer Crew. Alles war stets mit Liebe gemacht. Ich möchte im Namen der ganzen Teilnehmenden der ganzen Crew unter Jörg, Rattana, Hussein, Captain Schmutzli und allen anderen recht herzlich danken. Danken möchte ich auch unserer Reiseleitung Dänu und Daniela. Kurzum kann ich nur sagen „super gsy“. Und was bedeutet jetzt nochmal „Riff rechts“?

Text: Sandra Gutmann, 12.05.2019
Video: Daniela Cornacchia
Fotos: Daniel Schmid

 

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