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Palau 2018

23.03.2018 - 05.04.2018

Ankunft in Palau. Nacht. Es tobt ein Taifun in der Nähe und wir wissen bereits, dass uns ein Besuch vom einzigenartigen Jellyfish Lake verwehrt bleiben wird. Sollte der El Nino Effekt unserer Reise wirklich einen Strich durch die Rechnung machen?

Ich hatte mich gehörig geteuscht. Dies sollte meine beste Tauchsafari werden – schön wusste ich nicht, dass Palau auch das weltweit erste Haischutzgebiet ist und mich durch seine atemberaubende Insellandschaft so in den Bann ziehen würde.

Das Geheimrezept jedoch war die aussergewöhnliche Organisation und Gastfreundschaft von Daniel und Daniela – wie konnten die bloss in so gutem Kontakt mit dem Frankfurter Flughafen sein; wir hätten ansonsten unseren Flug glatt verpasst! Dazu kam unser temporäres zu Hause, die komplett sarnierte SY Palau Siren, ein wirkliches Bijou. In Punkto Infrastruktur liess sie keine Wünsche unerfüllt, doch erst die Crew hauchte Ihr echtes Ferienfeeling ein. Vom ersten Tag an hiessen uns Ann und Roxy wie alte Freunde willkommen, kannten uns gleich per Namen, und nach dem ersten Tauchgang sogar unser Lieblingsgetränk – das soll Ihnen bloss zuerst jemand nachmachen! Zudem kam eine unterhaltsame und bunt gemischte Reisetruppe die definitif die selbe Leidenschaft teilt: Eat, sleep, dive. Repeat – tolles T-shirt Yves!

Das rundum Sorglospaket startete jeweils mit Eric’s morgentlichen Weckruf „Gooood morning; rise and shine!“ (den sollte es als Rington geben) und endete mit Keiley’s abentlicher Zombieserie Walking Dead. Neben den himmlischen Eierspeisen zum Frühstück kombiniert mit teuflischem Speck gab es noch 3 weitere reichhaltige Mahlzeiten und dem obligaten Red Rooster Amber Pale zum Feierabend - all inclusive versteht sich. Es ist fair zu sagen, dass die Kilos nicht gerade purzelten.

Episch waren auch die Dive Briefings bei denen Eric’s theatralisches Talent voll zur geltung kam und immer wieder für lacher sorgte; besonders für die uns bereits bekannten Tauchplätze wie den German Channel: „We will do stuff and see things... and fishes!“. In unvergesslicher Erinnerung bleibt mir auch der subtile Running Gag „Don’t be that diver!“, mit dem wir immer wieder auf unterhaltsamwe Weise darauf aufmerksam gemacht wurden, dass wir in dieser fragielen aber einzigartigen Unterwasserwelt nur zu Gast sind.

Der obligate Buddy Check stand unter der Leitung unseres Reisemaskottchens, dem Käser-Huhn. Wer etwas vergaß musste es dafür mit auf Tauchstation nehmen. So wissen wir nun alle, dass es sich zum Beispiel ohne Flossen nicht sehr gut gegen die Strömung tauchen lässt und auch Dive Masters nicht vom gelegentlichen Tapser verwehrt sind; oder entpuppte sich der gelbe Langhals etwa doch nur zum Kultsymbol, dass jeder einmal ausführen wollte?

Müsste ich die Unterwasserwelt in zwei Wörtern beschreiben wäre dies natürlich "Uuuh, aaaah!". Was in den Chandelier Caves angefangen hatte wurde kurzerhand zu unserem Lieblingssynonym für spektakuläre Tauchgänge oder tolle Erlebnisse. Sei dies um der Begeisterung eines 2-Weltkrieg-Wracktauchgangs bei Peleliu Ausdruck zu verleihen, das ultimative Gefühl von Schwerelosigkeit beim Driftauchen im Ulong Channel zu beschreiben oder ganz einfach das gemütliche Kartoffelsackfloating am Riffhaken beim Blue Hole zusammenzufassen, bei dem wir den zahllosen Haien wärend ihrer Schwimmübungen über die Flossen schauen durften.

Schlusstag in Palau. Bei strahlendem Himmel, weiteren eindrücklichen Aquariumtauchgängen bei Ulong und dem wohl besten Farewell BBQ auf einer echten Robinson Crusoe Insel machten den Abschluss unserer Reise perfekt und wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Palau fordert viel (Reisezeit) aber bietet alles was das Taucherherz begehrt. REPEAT!

Bericht: Cyrill Allet
Video: Daniela Cornacchia
Foto: Daniel Schmid

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